Autoplay-Funktion in Schweizer Online-Casinos: Wie sie funktioniert, was sie kostet und wo sie erlaubt ist
1 Oktober 2026 · geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken vom 17. März 2026.

Wer in der Schweiz «online casino mit autoplay» sucht, landet unweigerlich bei derselben Frage, die jeder Marktteilnehmer zuerst beantworten muss: Was darf hier überhaupt laufen, und was bleibt einem Spieler, der es nutzt? Die Antwort steht in einem einzigen Dokument, dem Geldspielgesetz, und sie ist knapp. Zehn landbasierte Spielbanken betreiben eine Online-Erweiterung, jede mit einer Konzessionsverlängerung der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Alles andere liegt auf der Sperrliste. Diese Seite beschreibt, was die zehn lizenzierten Häuser an Autoplay-Slots ausliefern, wie sie ihre Boni rechnen, was die Spielerinnen und Spieler an Schutzinstrumenten vorfinden, und wo die Auszahlungen tatsächlich ankommen.
Inhaltsverzeichnis
- Was Autoplay in einem Online-Casino überhaupt ist
- Wie ein Schweizer Online-Casino mit Autoplay technisch funktioniert
- Die Spielauswahl bei den zehn lizenzierten Häusern
- Wie die zehn ESBK-lizenzierten Casinos im Überblick stehen
- Jackpots – der Marktführer nach Spielanzahl
- Mycasino – der grösste Katalog und der einfachste Bonus
- Swisscasinos – das Pfäffikoner Haus mit der grössten Spielbankengruppe
- Casino777 – das Davoser Haus mit der langen Marktteilnahme
- StarVegas – das Interlakener Haus mit dem dichten Spielportfolio
- 7melons – das Berner Haus mit dem tiefen Mindestbetrag
- Pasino – das Genfer Haus mit der französischen Sprachführung
- Swiss4Win – das Tessinerhaus mit der TWINT-First-Strategie
- Admiral – das Mendrisio-Haus als jüngster Neuzugang
- Casineo – das Locarner Haus als jüngster ESBK-Zugang
- Die Rechtslage: Warum es nur zehn Häusze gibt
- Werbung und Boni: Was erlaubt ist und was nicht
- Spielerschutz: Was die Spielerinnen und Spieler an Instrumenten vorfinden
- Zahlungsmethoden: Was die zehn Häuser gemeinsam haben und was nicht
- Steuern: Was von den Gewinnen übrig bleibt
- Was passiert auf den ausländischen Seiten
- Was Autoplay konkret in den Spielen der zehn Häuser bedeutet
- Wie lange dauert es, einen Bonus freizuspielen
- Was ein Leser mit kleiner Bankroll beachten sollte
- Was ein Leser mit hoher Bankroll beachten sollte
- Wie sich die zehn Häuser voneinander abheben
- Die wichtigsten Regeln für Schweizer Online-Casinos
- Wohin sich der Markt entwickelt
- Häufig gestellte Fragen
Was Autoplay in einem Online-Casino überhaupt ist
Autoplay ist keine eigene Spielklasse. Es ist eine Funktion, die ein Slot-Spiel anbietet, oft eingebettet in das Menü eines jeden Spielautomaten: Man wählt eine Anzahl Spins, einen Einsatz pro Spin, optional Verlust- und Einzelgewinn-Schwellen, drückt Start und schaut zu, wie das Spiel die Runden abspult, bis die Grenze erreicht ist oder das Guthaben aufgebraucht ist. Der Slot selbst bleibt derselbe, mit demselben Zufallsgenerator, demselben Hausvorteil, derselben Volatilität. Was sich ändert, ist die Mechanik der Eingaben: Statt für jeden Spin manuell zu drücken, vergibt man eine Anweisung im Voraus.

Für die Spielmechanik bedeutet das nichts. Für das Verhalten des Spielers bedeutet es viel. Eine Runde, die ohne Knopfdruck läuft, verliert den Moment der Entscheidung pro Spin. Werbung für Autoplay – und die Branche bewirbt sie fleissig, weil sie das Spieltempo erhöht – stellt das oft als Bequemlichkeit dar. Es ist eine Bequemlichkeit, sicher, aber gleichzeitig eine Funktion, die das Tempo der Spielrunden aus den Händen des Spielers nimmt. Jedes ESBK-lizenzierte Haus bietet Autoplay in seinem Spielkatalog an, und jedes hat in seinem Spielerschutz-Konzept geregelt, wie diese Funktion mit den verpflichtenden Pausen- und Limiteinstellungen zusammenspielt.
Wie ein Schweizer Online-Casino mit Autoplay technisch funktioniert
Hinter jeder Runde steht ein zertifizierter Zufallsgenerator, ein Random Number Generator, der bei jeder Runde neu entscheidet. Der Generator sitzt auf Servern des Spielanbieters – nicht des Casinos – und wird von einer unabhängigen Prüfstelle auditiert, deren Zertifikate regelmässig erneuert werden. Der Slot selbst kommt von einem Studio wie Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube oder Evolution Gaming, das eine Lizenz zur Auslieferung seiner Spiele an ESBK-konzessionierte Häuser besitzt. Das Live-Casino, also die Tische mit echten Croupiers per Videostream, funktioniert nach demselben Prinzip, mit dem Unterschied, dass hier eine physische Komponente – das Mischen der Karten, das Drehen des Roulettetellers – den Zufall bestimmt.
Autoplay ruft dieselben RNG-Instanzen auf, nur eben in Serie. Der Spieler definiert die Serie, das Spiel führt sie aus. Was der Spieler dabei nicht definieren kann, ist die Auszahlungsquote, den Return to Player (RTP). Der RTP wird vom Spielhersteller festgelegt und liegt bei den meisten Online-Slots zwischen 94 und 97 Prozent. Die Differenz zwischen 100 und dem RTP ist der Hausvorteil: Pro 100 Franken Einsatz bleiben langfristig statistisch etwa 4 bis 6 Franken beim Haus. Diese Zahl ist nicht verhandelbar, nicht beeinflussbar durch die Wahl des Casinos und nicht abhängig davon, ob man Autoplay benutzt oder manuell spielt.
Was bei Autoplay hingegen sehr wohl beeinflusst wird, ist das Tempo. Wer manuell spielt, drückt vielleicht 60 bis 100 Spins pro Stunde. Wer Autoplay auf 1000 Spins mit Maximaltaste stellt, kommt in derselben Stunde auf das Drei- bis Fünffache. Mehr Spins pro Stunde heisst mehr erwarteter Verlust pro Stunde, und genau darauf zielt das Spielerschutz-Konzept der ESBK ab: nicht den Slot zu zähmen, sondern das Tempo, mit dem eine Sitzung den Verlust realisiert, durch Limits und Pausen zu regulieren.
Die Spielauswahl bei den zehn lizenzierten Häusern
Die zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos unterscheiden sich in der Grösse ihres Katalogs, weniger in dessen Zusammensetzung. Jackpots wirbt mit «2’500+ Top Casino-Spiele», Mycasino nennt eine Zahl von über 3’000 Spielen. Diese Zahlen bezeichnen den gesamten Spielbestand, Slots, Tischspiele, Live-Tische, Rubbelkarten und ähnliches, und sie schwanken, weil neue Spiele hinzukommen und alte aussortiert werden. Was den Schweizer Markt prägt, ist eine vergleichsweise schmale Auswahl an Spielstätten – verglichen mit offshore Plattformen, die zehn- bis zwanzigtausend Titel listen – und eine vergleichsweise hohe Dichte an geprüften und lokal zugelassenen Spielen.
Die wichtigsten Spielehersteller, die in Schweizer Online-Casinos ausgeliefert werden, sind Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming. Pragmatic Play und Evolution decken den Live-Bereich ab, also Roulette, Blackjack, Game Shows und Baccarat mit echten Croupiers, die aus Studios in Malta, Lettland oder Rumänien streamen. Hacksaw Gaming und Greentube steuern vor allem Slots bei. Die Autoplay-Funktion ist bei fast allen Slots dieser Anbieter eingebaut, in der Regel mit den Standardoptionen Anzahl Spins, Verlustgrenze und Einzelgewinn-Stopp.
Ein Punkt, der einem Leser auffällt, der die Spielauswahl offshore gewohnt ist: Es gibt keine Krypto, also keine Bitcoin-, Casinos-, Tether- oder Ethereum-zellcosts. Die ESBK lässt Kryptowährungen an lizenzierten Häusern nicht zu. Wer auf Krypto spielen will, muss auf eine nicht-lizenzierte Plattform ausweichen, und zwar auf eine, die nicht auf der Sperrliste steht, denn die meisten tun das. Das ist der erste Punkt, an dem die Schweizer Regulierung das Angebot spürbar verengt, und zwar zugunsten der Kontrolle, nicht der Auswahl.
Wie die zehn ESBK-lizenzierten Casinos im Überblick stehen
Eine Sache vorweg: Die folgende Tabelle ist keine Rangliste. Sie reiht die zehn lizenzierten Häuser nach ihrem Online-Startdatum, also nach der Reihenfolge, in der sie ihre ESBK-Konzessionsverlängerung erhalten und online gegangen sind. Sie macht keine Aussage darüber, welches Haus «besser» ist, denn «besser» ist in einem stark regulierten Markt, in dem Sozialkonzept, Auszahlungswege und Spielerschutz standardisiert sind, eine andere Frage als in einem unregulierten.
| Casino | Landbasierte Spielbank dahinter | Online seit | Autoplay-Funktion |
|---|---|---|---|
| Jackpots | Grand Casino Baden | 05.07.2019 | ja |
| Mycasino | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 | ja |
| Swisscasinos | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 | ja |
| Casino777 | Casino Davos | 09.09.2019 | ja |
| StarVegas | Casino Interlaken | 24.02.2020 | ja |
| 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 | ja |
| Pasino | Casino Meyrin | 16.11.2020 | ja |
| Swiss4Win | Casino Lugano | 01.03.2021 | ja |
| Casineo | Casino Locarno | 17.03.2026 | ja |
| Admiral | Casino Mendrisio | 16.07.2025 | ja |
Was die Tabelle nicht zeigt, und was eine Person, die zwischen den Häusern wählt, eigentlich wissen will: Wie lange dauert eine Auszahlung, was kostet der Willkommensbonus an Umsatzbedingungen, und was passiert, wenn man sich selbst sperren lassen will. Diese Punkte sind von Anbieter zu Anbieter verschieden und stehen in den detaillierten Beschreibungen der einzelnen Anbieter. Die Tabelle hält fest, was die ESBK-Liste hergibt: Datum der Online-Aufschaltung und das Haus, das im Saal dahinter steht.
Jackpots – der Marktführer nach Spielanzahl
Jackpots ging am 5. Juli 2019 als zweites Haus überhaupt online, hinter dem Grand Casino Baden, und gilt heute als eines der grössten Häuser im Markt. Das Haus wirbt mit «2’500+ Top Casino-Spiele», womit es über dem Durchschnitt der lizenzierten Häuser liegt, ohne das grösste zu sein. Das Live-Casino wird unter anderem von Evolution und Pragmatic Play beliefert, also den beiden Namen, die im Live-Bereich international den Ton angeben.
Beim Willkommensbonus vergibt Jackpots bis zu CHF 2’200.- sowie 200 Freispiele auf die ersten vier Einzahlungen. Die erste Einzahlung wird zu 100 % bis CHF 700.- verdoppelt. Die Freespins werden ab einer Mindesteinzahlung von CHF 100.- vergeben und sind nur auf ausgewählten Spielen einlösbar. Die Umsatzbedingung beträgt das 30-Fache des Bonusbetrags bei Spielautomaten und das 300-Fache bei Tischspielen, umzusetzen innerhalb eines Monats. Wer den vollen Bonus von CHF 700.- mitnimmt, muss bei Spielautomaten CHF 21’000.- umsetzen, bei Tischspielen CHF 210’000.-, und zwar in einem Monat. Dieser Unterschied zwischen den Spielklassen ist die grösste Stolperfalle im gesamten Markt: Wer mit Tischspielen spielt und die Umsatzbedingung nicht kennt, sitzt vor einem Vielfachen dessen, was er bei Slots umsetzen müsste.
Bei den Auszahlungsmethoden fällt auf, dass Jackpots Auszahlungen ausschliesslich auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto zulässt, das auf den eigenen Namen lautet. Auszahlungen auf Kreditkarte oder Revolut sind ausgeschlossen. Die Banküberweisung ist die langsamste Methode und braucht ein bis zwei Werktage. Bei TWINT-Einzahlungen fallen keine Gebühren an, und die Gutschrift erfolgt sofort. Zum Spielerschutz bietet Jackpots ein wählbares Einzahlungslimit, eine Spielpause zwischen 15 Minuten und 6 Monaten, eine Spielsperre, die für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und in Liechtenstein gilt, sowie das volle Set an Pflichtangaben für Spielerinnen und Spieler ab 18 Jahren mit verifiziertem Profil.
Was Jackpots von den anderen Häusern unterscheidet, ist die schiere Grösse des Katalogs, kombiniert mit einer Bonusstruktur, die vier Einzahlungen streckt und damit länger bindet als die Häuser, die nur eine Einzahlung belohnen. Wer mit einem grossen Katalog spielen und mit dem Bonus vier Stufen gehen will, findet hier das vollständigste Paket. Wer mit Tischspielen spielt, sollte die Umsatzbedingung vorher lesen, denn das 300-Fache macht den Bonus bei Roulette, Blackjack und Baccarat praktisch unrealisierbar.
Mycasino – der grösste Katalog und der einfachste Bonus
Mycasino, die Online-Erweiterung des Grand Casino Luzern, ging am 22. August 2019 online und nennt einen Spielbestand von über 3’000 Titeln, womit es vor Jackpots liegt. Das Live-Casino wird unter anderem von Pragmatic Play, Hacksaw Gaming, Greentube und Evolution Gaming beliefert, also von einer Mischung der grossen Slot-Studios und der beiden Live-Marktführer. Bei den Zahlungsmethoden fällt auf, dass weder für Einzahlungen noch für Auszahlungen Gebühren erhoben werden, was im Markt nicht selbstverständlich ist. Der Mindestbetrag für eine Auszahlung liegt bei CHF 10.-, und wer weniger Guthaben hat, kann den vollen Betrag auszahlen lassen.
Der Willkommensbonus von Mycasino ist 100 % auf die erste Einzahlung bis CHF 300.- sowie 200 Freispiele. Die Aktivierung muss innerhalb von sieben Tagen nach Registrierung bei einer Mindesteinzahlung von CHF 10.- erfolgen. Der Bonusbetrag muss innerhalb von 30 Tagen 35-mal umgesetzt werden. Die 200 Freispiele sind je CHF 0.10 wert, unterliegen keiner Umsatzbedingung und sind 72 Stunden nach Erhalt gültig.
Rechnet man die Umsatzbedingung durch: Wer den vollen Bonus von CHF 300.- mitnimmt, muss CHF 10’500.- umsetzen, und zwar in 30 Tagen. Bei einem angenommenen Slot-Einsatz von CHF 1.- pro Spin und einem RTP von 96 Prozent sind das rund 10’500 Spins, also etwa 350 Spins pro Tag im ganzen Monat, was bei einem 5-Sekunden-Tempo rund 30 Minuten pro Tag ergibt. Was Mycasino vom Marktführer unterscheidet, ist eine niedrigere Umsatzbedingung (35-fach statt 30-fach ist höher – Korrektur: 30-fach bei Jackpots vs. 35-fach bei Mycasino, also strenger bei Mycasino), dafür aber ein deutlich einfacherer Auftritt: keine gestreckte Bonusstruktur über vier Einzahlungen, keine Spieleinschränkung bei den Freispielen, kein 300-faches Tischspiel-Verhältnis, das einem die Luft abdreht. Wichtiger als der Bonus ist allerdings der Spielerschutz: Mycasino bietet Einzahlungslimiten, Verlustlimiten, Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit, einen Selbsttest sowie Spielpausen und freiwillige Spielsperre. Für eine Spielsperre verlangt Mycasino eine Ausweiskopie, etwa Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis.
Was Mycasino von den anderen Häusern unterscheidet, ist die Kombination aus dem grössten Katalog und der unkompliziertesten Auszahlung: keine Gebühren, tiefer Mindestbetrag, Auszahlungen in der Regel innert 1 bis 3 Werktagen. Wer nicht den grössten Bonus will, sondern den reibungslosesten Geldfluss, liegt hier richtig.
Swisscasinos – das Pfäffikoner Haus mit der grössten Spielbankengruppe
Swisscasinos, die Online-Erweiterung des Casino Pfäffikon, ging am 2. September 2019 online. Das Casino Pfäffikon gehört zur Swiss Casinos Gruppe, die mehrere landbasierte Häuser in der Deutschschweiz betreibt, was sich im Marktauftritt niederschlägt. Bei den Zahlungsmethoden akzeptiert Swisscasinos Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, paysafecard und Banküberweisung, also eine breite Mischung der gängigen Schweizer Bahnen.
Swisscasinos nimmt im Markt eine Mittelstellung ein: weder der grösste Katalog, noch der höchste Bonus, weder die schnellste Auszahlung noch die längste Spielpause. Es ist das Haus, das die typische Auswahl an Slots und Live-Tischen führt, ein durchschnittliches Spielangebot, eine durchschnittliche Bonusstruktur und einen durchschnittlichen Auszahlungsprozess. Die Stärke liegt in der Marke: Wer das Casino Pfäffikon aus dem Saal kennt, findet hier die digitale Variante mit demselben Namen und denselben Spielern.
Casino777 – das Davoser Haus mit der langen Marktteilnahme
Casino777, die Online-Erweiterung des Casino Davos, ging am 9. September 2019 online. Bei den Einzahlungen akzeptiert Casino777 Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, paysafecard, PostFinance Card sowie Banküberweisung, und das Haus erhebt keine Einzahlungsgebühren, was die Gesamtkosten pro Transaktion tief hält.
Casino777 gehört zu den grösseren Marken im internationalen Online-Casino-Markt und führt in der Schweiz die Marke 777, die in mehreren europäischen Märkten lizenziert ist. Für Schweizer Spielen bedeutet das, dass die Marke international bekannt ist, aber das Schweizer Angebot eigenständig geführt wird, unter der ESBK-Konzession des Casino Davos. Wer die 777-Marke aus anderen Märkten kennt und in der Schweiz spielen will, findet hier die lokale Variante mit Schweizer Lizenz, Schweizer Franken und Schweizer Zahlungsbahnen.
StarVegas – das Interlakener Haus mit dem dichten Spielportfolio
StarVegas, die Online-Erweiterung des Casino Interlaken, ging am 24. Februar 2020 online. Bei den Einzahlungen akzeptiert StarVegas VISA und Mastercard, TWINT, Skrill und Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und paysafecard, also ein Portfolio, das die üblichen Schweizer Bahnen abdeckt und zusätzlich Skrill und Neteller führt, was im Markt nicht selbstverständlich ist. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-.
StarVegas gehört zur SkillOnNet-Gruppe, die in mehreren europäischen Märkten Online-Casinos betreibt. Das Haus führt in der Schweiz einen vollständigen Katalog an Slots und Live-Tischen, mit Schwerpunkt auf den grossen Studios wie Pragmatic Play und Evolution. Wer mit Skrill oder Neteller einzahlen will, was viele Spieler wegen der Geschwindigkeit und der Anonymität gegenüber der Hausbank schätzen, liegt bei StarVegas richtig, denn die meisten anderen Schweizer Häuser führen diese E-Wallets nicht im Portfolio.
7melons – das Berner Haus mit dem tiefen Mindestbetrag
7melons, die Online-Erweiterung des Grand Casino Bern, ging am 15. September 2020 online. Bei den Einzahlungen akzeptiert 7melons TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und paysafecard. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 10.-, und bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag CHF 100’000.-, was eine ungewöhnlich hohe Obergrenze ist und vor allem für High-Roller-Spieler relevant wird, die mit sechsstelligen Beträgen einzahlen wollen.
Das Grand Casino Bern ist eines der grössten landbasierten Häuser der Deutschschweiz, und 7melons führt einen vollständigen Katalog an Slots und Live-Tischen. Die Marke 7melons ist im Markt weniger bekannt als Jackpots oder Mycasino, gehört aber zur gleichen Generation von Häusern, die kurz nach Inkrafttreten des Geldspielgesetzes online gegangen sind. Wer in Bern oder im Grossraum Bern wohnt und den Weg ins Casino Bern scheut, findet hier die digitale Variante mit derselben Konzession.
Pasino – das Genfer Haus mit der französischen Sprachführung
Pasino, die Online-Erweiterung des Casino Meyrin bei Genf, ging am 16. November 2020 online. Bei den Einzahlungen akzeptiert Pasino Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen. Die Mindesteinzahlung beträgt CHF 10.-, der Mindestbetrag für eine Auszahlung CHF 0.01, also faktisch nichts.
Was Pasino von den anderen Häusern unterscheidet, ist die Sprachführung: Das Haus ist primär französischsprachig aufgesetzt, mit Übersetzungen ins Deutsche und Italienische, was für Spielerinnen und Spieler in der Romandie und im Genfer Raum naheliegend ist. Wer aus der Westschweiz kommt und in der eigenen Sprache spielen will, liegt hier richtig. Die Zahlungsmethoden decken mit Neteller und Skrill auch jene E-Wallets ab, die sonst nur StarVegas führt.
Swiss4Win – das Tessinerhaus mit der TWINT-First-Strategie
Swiss4Win, die Online-Erweiterung des Casino Lugano, ging am 1. März 2021 online. Bei den Einzahlungen bietet Swiss4Win TWINT ab einem Mindestbetrag von CHF 10.- ohne Zusatzgebühren an, und die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Das Haus bewirbt TWINT als bevorzugte Einzahlungsmethode, was zur Ausrichtung auf den Tessiner Markt passt, wo TWINT eine besonders hohe Verbreitung hat.
Was Swiss4Win von den anderen Häusern unterscheidet, ist die regionale Verankerung im Tessin und die starke Führung von TWINT als Einstiegsmethode. Wer mit TWINT einzahlen will, was in der Deutschschweiz Standard ist und im Tessin besonders verbreitet, findet hier das Haus, das diese Methode am stärksten bewirbt und am reibungslosesten ausführt. Der Rest des Portfolios umfasst die üblichen Slots und Live-Tische der grossen Studios, mit Schwerpunkt auf dem italienischsprachigen Angebot.
Admiral – das Mendrisio-Haus als jüngster Neuzugang
Admiral, die Online-Erweiterung des Casino Mendrisio, ging am 16. Juli 2025 online und ist damit das zweitjüngste Haus im Markt. Bei den Ein- und Auszahlungen bietet Admiral Visa und Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und Twint an, also eine breite Mischung der gängigen Methoden, einschliesslich der beiden E-Wallets, die nicht alle Häuser führen.
Admiral gehört zur Admiral-Gruppe, die international in mehreren Märkten Online-Casinos betreibt, vor allem im österreichisch-schweizerischen und osteuropäischen Raum. Was Admiral von den anderen Häusern unterscheidet, ist die Kombination aus einer jungen Online-Plattform mit dem Markennamen einer etablierten Casino-Gruppe. Für Spielerinnen und Spieler, die das Casino Mendrisio aus dem Saal kennen, ist das die digitale Variante; für Spielerinnen und Spieler, die Admiral aus anderen Märkten kennen, ist es der Schweizer Ableger mit ESBK-Konzession.
Casineo – das Locarner Haus als jüngster ESBK-Zugang
Casineo, die Online-Erweiterung des Casino Locarno, ging am 17. März 2026 online, am selben Tag, an dem die ESBK die Liste der lizenzierten Häuser veröffentlicht hat. Das ist bemerkenswert: Casineo gehört zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Seite zu den jüngsten Konzessionären im Markt und gehört zur Casineo-Gruppe, die in mehreren europäischen Märkten Online-Casinos betreibt.
Bei den Einzahlungen beträgt die Mindesteinzahlung CHF 10.-, und das Haus akzeptiert TWINT, Kreditkarten und PostFinance, also die gängigen Schweizer Bahnen. Casineo ist als junges Haus mit dem grossen Vorteil gestartet, eine vollständige Palette an Slots und Live-Tischen von Anfang an mitzubringen, was bei neuen Häusern nicht selbstverständlich ist, weil viele Lizenznehmer erst nach Monaten ihr volles Portfolio aufbauen.
Die Rechtslage: Warum es nur zehn Häusze gibt
Die Rechtslage in der Schweiz folgt dem Geldspielgesetz (BGS), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Das BGS regelt, dass Geldspiele in der Schweiz nur von konzessionierten Veranstaltern angeboten werden dürfen. Für Online-Casinos bedeutet das: Wer in der Schweiz online um echtes Geld spielen will, muss dies auf einer Plattform tun, die von einer landbasierten Schweizer Spielbank mit einer Konzessionsverlängerung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) betrieben wird. Eine eigenständige Online-Lizenz, wie sie etwa in Malta oder Grossbritannien existiert, gibt es in der Schweiz nicht.

Was nicht erlaubt ist, ist ebenso klar. Das Anbieten von Geldspielen an Schweizer Endnutzer ohne Schweizer Konzession ist eine Straftat, die sich gegen den Veranstalter richtet, nicht gegen den Spieler. Die ESBK stellt klar, dass Spielerinnen und Spieler nicht strafrechtlich verfolgt werden, dass sie aber auf eigenes Risiko spielen, ohne Schweizer Schutz. Nicht-konzessionierte Seiten werden auf die nationale Sperrliste gesetzt und per DNS-Sperre blockiert, gestützt auf Art. 86 BGS.
Der Vollzug dieser Regeln liegt bei zwei Behörden: Die ESBK beaufsichtigt die Online-Casinos und die landbasierten Spielbanken; die Gespa (vormals Comlot) beaufsichtigt die Lotterien und die Sportwetten. Beide sind Bundesbehörden und unterstehen dem Eidgenössischen Departement des Innern. Was die ESBK kontrolliert, ist die Einhaltung des Sozialkonzepts, der Geldwäschereibestimmungen, der Werberegeln und der Spielabläufe. Was die ESBK nicht kontrolliert, sind ausländische Anbieter direkt – das tut der Bund über die Sperrliste.
Für den Spieler bedeutet das: Wer auf einem der zehn Häuser spielt, spielt unter Schweizer Recht, mit Schweizer Schutz, in Schweizer Franken, mit Auszahlungen auf ein Schweizer Konto und mit der Möglichkeit, eine Spielsperre zu beantragen, die für alle konzessionierten Häuser gilt. Wer auf einem nicht-konzessionierten Haus spielt, spielt ohne diesen Schutz, und die Gewinne sind aus der ersten Schweizer Steuerpflicht strafbar.
Werbung und Boni: Was erlaubt ist und was nicht
Art. 74 BGS regelt die Werbung für Geldspiele. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für nicht-konzessionierte Spiele ist verboten. Es gibt keine numerische Bonus-Obergrenze, wie sie etwa in Grossbritannien gilt. Was es gibt, ist die Pflicht jedes lizenzierten Hauses, seine Bonusbedingungen klar und zugänglich zu veröffentlichen, einschliesslich der Umsatzanforderungen, der Fristen und der Spieleinschränkungen.
Was die Werbung in der Praxis macht, ist vor allem das eine – das Versprechen des Bonus. Jackpots wirbt mit «Willkommensbonus bis CHF 2’220.- & 200 Freispielen», Mycasino mit «100 % Bonus bis CHF 300.- + 200 Freispiele», andere Häuser mit ähnlichen Versprechen. Was diese Versprechen kosten, steht in den Umsatzbedingungen, und genau dort entscheidet sich, ob ein Bonus «günstig» oder «teuer» ist.
Eine kleine Beispielrechnung mit den Werten von Jackpots: Wer den vollen Bonus von CHF 700.- mitnimmt und an Spielautomaten spielt, muss CHF 21’000.- umsetzen, also das 30-Fache des Bonus. Bei einem RTP von 96 Prozent erwartet die Spielmechanik einen Verlust von 4 Prozent, also rund CHF 840.-, die das Haus aus diesem Umsatz langfristig vereinnahmt. Wer den vollen Bonus mitnimmt und an Tischspielen spielt, müsste CHF 210’000.- umsetzen, das 300-Fache, und der erwartete Verlust läge bei rund CHF 8’400.-, vorausgesetzt, dieselbe RTP-Quote gilt. Das ist der Punkt, an dem ein Bonus-Versprechen zu einer Marketing-Lampe wird: Der ausgelobte Betrag ist das eine, die Mechanik, ihn freizuspielen, das andere. Für Spielautomaten ist die Mechanik machbar, für Tischspiele ist sie es nicht, und genau deshalb schliessen die Häuser Tischspiele von der Umsatzbedingung entweder ganz aus oder setzen sie auf ein Vielfaches.
Spielerschutz: Was die Spielerinnen und Spieler an Instrumenten vorfinden
Das Spielerschutz-System im Schweizer Markt hat drei Schichten: die Pflichten jedes Hauses aus dem Sozialkonzept, die individuell einstellbaren Limits und Pausen, und die übergreifende Spielsperre, die für alle konzessionierten Häuser gilt. Die Pflichten aus dem Sozialkonzept sind standardisiert, aber nicht öffentlich in einem einzigen Dokument zusammengefasst, sondern in den Spielregeln jedes Hauses verankert.
Die individuell einstellbaren Limits umfassen Einzahlungslimiten, Verlustlimiten und Sitzungs-Erinnerungen. Bei Jackpots kann ein Spieler ein wöchentliches Einzahlungslimit von zum Beispiel CHF 50.- festlegen. Bei Mycasino sind es Einzahlungslimiten, Verlustlimiten und Erinnerungsfunktionen zur Reduktion der Spielzeit sowie ein Selbsttest zur Einschätzung des eigenen Spielverhaltens. Beide Häuser bieten darüber hinaus Spielpausen zwischen 15 Minuten und 6 Monaten, wahlweise für alle Angebote oder nur für ausgewählte Spielkategorien.
Die übergreifende Spielsperre ist das stärkste Instrument. Eine Spielsperre, die bei einem der zehn Häuser beantragt wird, gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, seit dem 7. Januar 2025. Die Spielsperre kann freiwillig beantragt oder von Amtes wegen verfügt werden. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur, wenn ihr Grund entfallen ist. Die Beantragung verlangt eine Ausweiskopie, typischerweise Pass, Identitätskarte, Schweizer Aufenthaltsbewilligung oder Schweizer Führerausweis.
Was die Spielerinnen und Spieler an finanzieller Überprüfung erwartet, hängt von ihrem Spielverhalten ab. Das Geldspielgesetz verpflichtet die Häuser, von Spielerinnen und Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse einzufordern; ohne Unterlagen oder bei unzureichenden finanziellen Verhältnissen wird die Person gesperrt. Es gibt keine fixe CHF-Schwelle, ab der diese Überprüfung einsetzt, was den Häusern einen Ermessensspielraum gibt.
Zahlungsmethoden: Was die zehn Häuser gemeinsam haben und was nicht
Was die zehn Häuser gemeinsam haben, ist die Akzeptanz von TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Was sie unterscheidet, ist das übrige Portfolio. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was jedes Haus an Methoden führt.
| Casino | TWINT | Kreditkarten | PostFinance | Apple Pay | Paysafecard | Skrill/Neteller | Banküberweisung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jackpots | ja | ja | ja | ja | ja | nein | ja |
| Mycasino | ja | ja | ja | ja | ja | nein | ja |
| Swisscasinos | ja | ja | ja | ja | ja | nein | ja |
| Casino777 | ja | ja | ja | ja | ja | nein | ja |
| StarVegas | ja | ja | ja | ja | ja | ja | ja |
| 7melons | ja | ja | ja | ja | ja | nein | nein |
| Pasino | ja | ja | ja | ja | ja | ja | ja |
| Swiss4Win | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Casineo | ja | ja | ja | nein | nein | nein | nein |
| Admiral | ja | ja | nein | ja | ja | ja | nein |
Was diese Tabelle zeigt, ist weniger die Vielfalt als die Gemeinsamkeit: TWINT ist überall Standard, Kreditkarten ebenso. PostFinance gehört zum Standardrepertoire, ebenso Apple Pay und paysaf. Skrill und Neteller führen nur drei Häuser, was für Spielerinnen und Spieler relevant wird, die mit E-Wallets einzahlen wollen. Banküberweisung führen die meisten Häuser, aber nicht alle, und bei manchen Häusern wie Jackpots ist die Banküberweisung die langsamste Auszahlungsmethode und braucht ein bis zwei Werktage.
Was die Tabelle nicht zeigt, sind die Mindestbeträge. Die meisten Häuser liegen bei CHF 10.- Mindesteinzahlung. Bei Mycasino beträgt der Mindestbetrag für eine Auszahlung CHF 10.-, bei Pasino sogar CHF 0.01, was den vollständigen Auszahlungsbetrag eines kleinen Guthabens erlaubt. Gebühren für Ein- oder Auszahlungen erheben die meisten Häuser nicht, Mycasino ausdrücklich für beide Richtungen.
Was eine Person, die mit einer bevorzugten Methode spielen will, der Tabelle entnimmt: Wer TWINT will, ist überall richtig. Wer mit Skrill oder Neteller einzahlen will, hat drei Häuser zur Auswahl. Wer mit Kreditkarte einzahlen will, ist überall richtig, ausser bei Swiss4Win, das TWINT zur bevorzugten Methode erklärt hat. Wer mit Apple Pay einzahlen will, ist bei den meisten Häusern richtig, aber nicht bei Casineo. Wer PostFinance nutzen will, hat bei den meisten Häusern eine Obergrenze, die meist im niedrigen fünfstelligen Bereich liegt.
Steuern: Was von den Gewinnen übrig bleibt
Die Steuern auf Casino-Gewinne in der Schweiz sind im DBG (Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer) geregelt. Art. 24 lit. ibis DBG stellt Gewinne aus Schweizer Lotterien und Geschicklichkeitsspielen, die dem Bundesgesetz entsprechen, bis CHF 1’000’000 steuerfrei; indexiert entspricht das für 2026 etwa CHF 1,07 Millionen. Was darüber liegt, unterliegt einer Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf den übersteigenden Betrag, die aber bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann, soweit sie nicht auf den effektiven Gewinn entfällt. Für Gewinne aus Spielbankenspielen, also aus den zehn ESBK-lizenzierten Online-Casinos, gilt die Freigrenze ebenfalls.
Was diese Freigrenze für den Spieler bedeutet, hängt von der Gewinnhöhe ab. Wer unter der Freigrenze bleibt, deklariert nichts, das Geld gehört ihm. Wer über der Freigrenze liegt, zahlt 35 Prozent auf den übersteigenden Betrag, kann diesen aber in der Steuererklärung zurückfordern, soweit er natürliche Person ist und die Verrechnungssteuer nicht auf einen Gewinn entfällt, der bereits versteuert wurde. Die Freigrenze wird jährlich indexiert; sie steigt tendenziell, weil die Teuerung sie anpasst.
Was die Sache komplizierter macht, ist die Quelle des Gewinns. Gewinne aus einem Schweizer Online-Casino sind bis zur Freigrenze steuerfrei. Gewinne aus einem ausländischen oder nicht-konzessionierten Casino sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig, und zwar als Einkommen aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit, was sie in die Steuererklärung zwingt. Wer also auf einem offshore-Haus spielt und dort einen Gewinn realisiert, muss diesen vollständig deklarieren und versteuern, ohne Freigrenze. Das ist die zweite Konsequenz der Sperrliste, neben dem fehlenden Schutz durch die Schweizer Aufsicht.
Was passiert auf den ausländischen Seiten
Ausländische Casino-Seiten, die ohne Schweizer Konzession Schweizer Spielerinnen und Spieler bedienen, sind nach Art. 86 BGS zu sperren. Die Sperre erfolgt über einen DNS-Eintrag, der den Zugang auf Schweizer Internetanschlüssen blockiert. Die Sperrliste wird vom Bundesamt für Justiz geführt und regelmässig aktualisiert. Wer auf einer gesperrten Seite spielen will, kann das technisch über ein VPN umgehen, was allerdings gegen die Nutzungsbedingungen der meisten Anbieter verstösst und was die ESBK ausdrücklich als «auf eigenes Risiko» bezeichnet.
Was eine Spielerin oder ein Spieler auf einer ausländischen Seite verliert, ist die ganze Schutzarchitektur, die das BGS aufbaut. Kein Schweizer Sozialkonzept, keine Schweizer Spielsperre, die für alle Häuser gilt, keine Schweizer Auszahlungswege, keine Schweizer Aufsicht über die Spielmechanik. Was eine Spielerin oder ein Spieler auf einer ausländischen Seite gewinnt, ist im Erfolgsfall ein Gewinn, das ab dem ersten Franken steuerpflichtig ist. Wer den Schritt trotzdem macht, sollte sich bewusst sein, dass er mit jedem Franken Einsatz einen Hebel setzt, der im Erfolgsfall den Fiskus mit ins Boot holt.
Was Autoplay konkret in den Spielen der zehn Häuser bedeutet
Autoplay ist in den Spielen, die in den zehn Häusern ausgeliefert werden, eine Standardfunktion. Bei Pragmatic Play, Hacksaw Gaming und Greentube ist sie in der Regel im Spielmenü hinter einem Knopf mit der Aufschrift «Auto» oder «Autoplay» zu finden, je nach Spiel mit eigenen Bezeichnungen wie «Quick Spin» oder «Turbo Spin». Bei den Live-Tischen von Evolution gibt es keine Autoplay-Funktion, weil ein Live-Tisch von einem Croupier geführt wird und keine automatischen Rundenentscheide treffen kann.
Was die Autoplay-Funktion in der Regel an Einstellungen mitbringt, sind: Anzahl der automatischen Spins, Verlustgrenze für die Serie, Einzelgewinn-Stopp und manchmal ein Stopp bei Erreichen einer Bonusrunde. Die Verlustgrenze ist die wichtigste Einstellung, denn sie begrenzt den Schaden einer Autoplay-Serie. Die Einzelgewinn-Stopp-Einstellung beendet die Serie, wenn ein einzelner Spin einen Gewinn über der gesetzten Schwelle auslöst. Beide Einstellungen sind optional, und wer sie nicht setzt, lässt das Spiel ohne Grenzen laufen.
Was die Geschwindigkeit angeht, ist Autoplay so schnell wie der Slot es erlaubt. Manche Slots bieten einen Schnellspielmodus, der die Animationen verkürzt, was die Spins pro Minute weiter erhöht. Die ESBK schreibt keine maximale Geschwindigkeit vor, aber die Sozialkonzepte der Häuser sehen vor, dass die Spielerinnen und Spieler über die Risiken des schnellen Spiels informiert werden, typischerweise über einen Hinweis beim Aktivieren der Autoplay-Funktion.
Wie lange dauert es, einen Bonus freizuspielen
Um die Kosten eines Bonus in Zeit auszudrücken, hilft eine einfache Rechnung. Bei Mycasino muss der Bonus 35-mal umgesetzt werden, bei Jackpots 30-mal an Spielautomaten. Für die folgende Beispielrechnung nehmen wir die Werte von Jackpots: Bonus CHF 700.-, Umsatz 30-fach an Spielautomaten, also CHF 21’000.- Umsatz. Bei einem Einsatz von CHF 1.- pro Spin sind das 21’000 Spins, bei einem RTP von 96 Prozent erwartet die Spielmechanik einen Verlust von 4 Prozent, also rund CHF 840.-, die das Haus aus diesem Umsatz langfristig vereinnahmt.
In Zeit ausgedraten heisst das: Bei einem 5-Sekunden-Intervall pro Spin brauchen die 21’000 Spins rund 105’000 Sekunden, also etwa 29 Stunden reines Spielzeit. Verteilt auf einen Monat sind das etwa eine Stunde pro Tag. In dieser Stunde erwartet die Mechanik einen Verlust von rund CHF 28.-, hochgerechnet auf den Monat also rund CHF 840.-, was ungefähr dem erwarteten Gesamtverlust entspricht. Das ist die Bandbreite, in der sich die Mechanik bewegt: Etwa einen Monat Spielzeit, etwa 30 Minuten pro Tag, und ein erwarteter Verlust, der in der Grössenordnung des Bonus liegt.
Wichtig bei dieser Rechnung: Sie ist eine statistische Erwartung über sehr viele Spins, keine Garantie für einen einzelnen Spieler. Wer mit einem grossen Gewinn aus einer Bonusrunde herauskommt, kann den erwarteten Verlust überkompensieren; wer ohne Gewinn aus dem Monat geht, zahlt den vollen erwarteten Verlust. Was die Rechnung zeigt, ist die Grössenordnung, nicht das Einzelschicksal.
Für Spielautomaten-Spieler ist die Mechanik machbar, wenn auch teuer. Für Tischspiel-Spieler ist sie praktisch unrealisierbar, weil das 300-Fache bei Jackpots die nötige Umsatzsumme auf das Zehnfache treibt. Genau aus diesem Grund listen die Häuser, welche Spiele für die Umsatzbedingung zugelassen sind, und genau aus diesem Grund lohnt es sich, diese Liste zu lesen, bevor man den Bonus abliest.
Was ein Leser mit kleiner Bankroll beachten sollte
Für Spielerinnen und Spieler mit kleiner Bankroll, also einem Budget im niedrigen dreistelligen Bereich, sind drei Punkte relevant: die Mindesteinzahlung, die Mindestauszahlung und die Bonusstruktur. Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Häusern bei CHF 10.-, was den Einstieg günstig macht. Die Mindestauszahlung liegt bei CHF 10.- bei den meisten Häusern, bei Pasino sogar bei CHF 0.01, was die Auszahlung kleiner Guthaben erlaubt.
Die Bonusstruktur ist für kleine Bankrolls weniger geeignet. Wer nur CHF 50.- einzahlt, bekommt bei Jackpots auf der ersten Einzahlung einen 100-Prozent-Bonus bis CHF 700.-, also CHF 50.- Bonus. Wer auf den vollen Bonus gehen will, muss CHF 700.- einzahlen, was für eine kleine Bankroll ein grosser Schritt ist. Wer den Bonus nicht mitnimmt, hat die Freiheit, ohne Umsatzbedingung zu spielen, was bei niedrigen Einsätzen langfristig weniger Verlust erwarten lässt.
Wer mit kleiner Bankroll spielt, sollte auf die Autoplay-Funktion verzichten oder sie mit strengen Verlustschwellen nutzen, denn Autoplay erhöht das Tempo und damit den Verlust pro Stunde. Die meisten Häuser bieten Einzahlungslimiten an, die für kleine Bankrolls sinnvoll sind, etwa ein wöchentliches Limit von CHF 50.-.
Was ein Leser mit hoher Bankroll beachten sollte
Für High Roller, also Spielerinnen und Spieler mit grösserem Budget, sind drei Punkte relevant: die Höchstbeträge pro Zahlungsmethode, die Auszahlungsgeschwindigkeit und die Spielerauswahl. Die Höchstbeträge pro Zahlungsmethode variieren: Bei 7melons liegt die Obergrenze für PostFinance bei CHF 100’000.-, was für sehr hohe Einzahlungen relevant wird. Bei TWINT und Kreditkarten liegen die Obergrenzen meist niedriger, typischerweise im niedrigen fünfstelligen Bereich.
Die Auszahlungsgeschwindigkeit ist bei hohen Beträgen relevanter, weil die Banklaufzeit unabhängig vom Betrag ist. Wer einen hohen Gewinn realisiert, will ihn schnell auf dem Konto haben, und die meisten Häuser brauchen ein bis drei Werktage, was im internationalen Vergleich gut ist. Die Spielerauswahl ist bei hohen Einsätzen relevant, weil manche Live-Tische höhere Mindesteinsätze haben als Standard-Slots.
Wer mit hoher Bankroll spielt, sollte sich bewusst sein, dass das Sozialkonzept der ESBK vorsieht, dass häufiges oder hochvolumiges Spielen einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse auslösen kann. Wer diesen Nachweis nicht erbringt oder nicht erbringen kann, wird gesperrt. Das ist kein Nachteil, sondern ein Schutz, der verhindert, dass jemand über seine Verhältnisse spielt.
Wie sich die zehn Häuser voneinander abheben
Was die zehn Häuser im Kern gemeinsam haben, ist die Lizenz, das Sozialkonzept, die Auszahlung in Schweizer Franken und die übergreifende Spielsperre. Was sie unterscheidet, ist die Grösse des Katalogs, die Bonusstruktur, die Zahlungsmethoden und die Sprachführung.
Jackpots ist das Haus mit dem grössten Bonus-Versprechen (CHF 2’200.- auf vier Einzahlungen) und der längsten Bonusstruktur, mit der strengen Tischspiel-Umsatzbedingung von 300-fach. Mycasino ist das Haus mit dem grössten Katalog (über 3’000 Spiele) und der unkompliziertesten Auszahlung, mit Gebühr null und Mindestauszahlung CHF 10.-. StarVegas und Pasino führen als einzige Häuser Skrill und Neteller. 7melons führt als einziges Haus eine sehr hohe PostFinance-Obergrenze von CHF 100’000.-. Swiss4Win bewirbt TWINT als bevorzugte Methode und richtet sich an den Tessiner Markt. Admiral und Casineo sind die jüngsten Häuser und bringen aktuelle Plattform-Architektur mit.
Was die Wahl letztlich prägt, ist die Frage, was man vom Haus will. Wer die grösste Spielauswahl will, geht zu Mycasino. Wer den höchsten Bonus will, geht zu Jackpots und akzeptiert die längere Bindung. Wer mit E-Wallets einzahlen will, hat drei Häuser zur Wahl. Wer eine bestimmte Sprache bevorzugt, geht zum Pasino (Französisch) oder Swiss4Win (Italienisch). Wer einen jungen Anbieter mit aktueller Plattform will, geht zu Admiral oder Casineo.
Die wichtigsten Regeln für Schweizer Online-Casinos
Die wichtigsten Regeln, die für jedes der zehn Häuser gleichermassen gelten, sind: nur volljährig (ab 18), nur mit verifiziertem Profil, nur in Schweizer Franken, nur auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen. Wer gegen eine dieser Regeln verstösst, kann nicht spielen, kann nicht auszahlen und riskiert die Sperrung. Wer sich selbst sperren lassen will, kann das bei jedem der zehn Häuser beantragen, und die Sperre gilt für alle.
Eine zweite Regel, die nicht offensichtlich ist, betrifft die Treueprogramme. Die Häuser bieten Treueprogramme für Vielspieler, aber die Bedingungen sind in der Regel strenger als bei Offshore-Plattformen. Wer ein Treueprogramm nutzen will, sollte die Bedingungen lesen, vor allem die Umsatzanforderungen für Treuepunkte und die Fristen für die Einlösung.
Eine dritte Regel betrifft die Werbung. Die Häuser dürfen nicht mit «garantierten Gewinnen» oder «sicheren Systemen» werben, weil Art. 74 BGS irreführende Werbung verbietet. Wer ein Versprechen sieht, das zu gut klingt, um wahr zu sein, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer ausländischen Seite oder auf einer Sperrlistenseite.
Wohin sich der Markt entwickelt
Der Markt für Online-Casinos in der Schweiz ist seit dem Inkrafttreten des BGS im Jahr 2019 stabil geblieben, was die Anzahl der Häuser angeht. Zehn Häuser, alle als Erweiterung einer landbasierten Spielbank, keine neuen Konzessionen in Sicht, keine Konzessionen weggebrochen. Was sich entwickelt, ist die Plattform-Architektur: Die jüngeren Häuser wie Admiral und Casineo bringen aktuellere Software mit, mit besserer Mobile-Optimierung und schnelleren Auszahlungen. Die älteren Häuser ziehen nach, was die Spielerinnen und Spieler in den nächsten Jahren sehen werden.
Was sich ebenfalls entwickelt, ist die Regulierung der Werbung. Art. 74 BGS lässt den Häusern Spielraum, aber die ESBK hat in den letzten Jahren die Werbung stärker kontrolliert, vor allem in sozialen Medien und in Sport-Sponsoring. Was eine Spielerin oder ein Spieler in den nächsten Jahren erwarten kann, ist eine strengere Werbeaufsicht, nicht eine grössere Spielauswahl.
Häufig gestellte Fragen
Ist «online casino mit autoplay» in der Schweiz legal?
Ja, aber nur auf den zehn Plattformen, die eine ESBK-Konzessionsverlängerung einer Schweizer Spielbank führen. Alles, was auf einer anderen Seite läuft, ist nicht-konzessioniert, und die ESBK setzt diese Seiten auf die Sperrliste, mit DNS-Block unter Art. 86 BGS.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
An der Nennung der ESBK auf der Startseite, an der Angabe der landbasierten Spielbank, von der die Online-Erweiterung betrieben wird, und an der Schweizer Domain (.ch). Die ESBK führt eine Liste der lizenzierten Online-Casinos, die regelmässig aktualisiert wird.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre wird bei einem der zehn Häuser beantragt und gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und in Liechtenstein. Sie verlangt eine Ausweiskopie und gilt ab dem Datum der Eintragung; aufgehoben werden kann sie frühestens nach drei Monaten.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus Schweizer Online-Casinos sind bis CHF 1’000’000 steuerfrei, indexiert für 2026 etwa CHF 1,07 Millionen. Über dieser Freigrenze fällt eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent an, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Gewinne aus nicht-konzessionierten Häusern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Sie werden über einen DNS-Eintrag blockiert, gestützt auf Art. 86 BGS. Die Sperre kann technisch mit einem VPN umgangen werden, was gegen die Nutzungsbedingungen der meisten Anbieter verstösst. Spielerinnen und Spieler, die auf einer solchen Seite spielen, spielen ohne Schweizer Schutz und müssen ihre Gewinne vollständig deklarieren.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
Die zehn Häuser akzeptieren durchweg TWINT, Kreditkarten und PostFinance. Drei Häuser, StarVegas, Pasino und Admiral, akzeptieren zusätzlich Skrill und Neteller. Kryptowährungen werden nicht akzeptiert. Die Mindesteinzahlung liegt meist bei CHF 10.-, die Mindestauszahlung ebenfalls, mit Ausnahme von Pasino, wo der Mindestauszahlungsbetrag bei CHF 0.01 liegt.
Verfasst vom Team von „Casino Walzen CH”.
